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ZFM Festkörpertag 2017: Von extremen Drücken bis hin zur Krebstherapie

Beim diesjährigen Festkörpertag gab es wieder ein buntes wissenschaftliches Programm mit interessanten Beiträgen aus vielen Gebieten der Festkörperforschung.

 

 


Prof. Frank Schmidt-Döhl von der TU Hamburg-Harburg hielt einen Vortrag mit

 

 

dem Titel "Material testing in civil engineering". Er gab einen Einblick in neue 

 

 

Entwicklungen des Werkstoffes Beton und über Prüfverwahren, um die Qualität der 

 

 

Materialien sicher zu stellen. Zusammenhänge zwischen Zusammensetzung, 

 

 

Gefüge, Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften beim Übergang vom 

 

 

unverarbeiteten Baustoff über den Verarbeitungszustand zum erhärteten Material 

 

 

wurden anschaulich aufgezeigt.

 

 

 

 

 

 

Prof. Gerhard Heide von der Bergakademie Freiberg berichtete über "Large volume 

 

 

synthesis at high pressures in the shock wave lab". In einem Bergwerkstollen wurde 

 

 

ein modernes Labor aufgebaut, in dem mit Hilfe von Sprengstoffexplosionen 

 

 

hochenergetische Druckwellen erzeugt werden. Die dadurch kurzseitig entstehenden

 

 

extrem hohen Drücke und Temperaturen können zur Herstellung neuartiger 

 

 

Hochdruckphasen genutzt werden.

 

 

 

 

 

 

Dr. Volker Hoffmann vom IFW Dresden informierte über “New developments in glow 

 

 

discharge optical and mass spectrometry”. Glimmentladungen ermöglichen eine 

 

 

schnelle chemische Charakterisierung von Schichten auf festen Substraten bis zu 

 

 

einer Tiefe, die durch Ionensputtern nicht ohne weiteres zugänglich ist. Der Einsatz 

 

 

der Methodik ist somit sowohl für die Werkstoffprüfung als auch für die 

 

 

wissenschaftliche Forschung von großem Interesse.

 

 

 

 

 

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung standen Nanomaterialien im Fokus. Prof. Helmut 

 

 

Cölfen von der Universität Konstanz berichtete in seinem enthusiastischen Beitrag 

 

 

über "Mesostructured organic-inorganic hybrid materials”. Er zeigte, dass natürliche 

 

 

Materialien wie Perlmutt als Modell für die Entwicklung sehr bruchfester, harter 

 

 

Materialien dienen können.

 

 

 

 

 

 

Prof. Wolfgang Parak von der Universität Marburg schlug eine Brücke von der 

 

 

Materialchemie hin zu Anwendungen in der Medizin (“Towards medical applications 

 

 

of colloidal nanoparticles”). Er diskutierte was passiert, wenn Goldkugeln mit 

 

 

Nanodimensionen als Träger von organischen Molekülen ins Innere von biologischen 

 

 

Zellen eindringen.